Wie du Pesto selber machen kannst

Pesto zum selber machen

Mal ganz ehrlich, kaufst du lieber Pesto oder würdest du dein Pesto selber machen wollen? Vor allen Dingen, wenn du weißt, wie einfach das geht.

In diesem Artikel habe ich dir die wichtigsten Fakten und die bekannstesten Pesto-Rezepte zusammengestellt.

Woher kommt Pesto?

Das Wort Pesto stammt vom italienischen Pestare ab. Das heißt übersetzt so viel wie zerstampfen. Seinen Ursprung hat Pesto also in Italien, genauer gesagt aus Ligurien. Das ist eine Küstenregion in Nordwestitalien.

Was ist Pesto?

Pesto ist zuerst einmal etwas ganz Leckeres. 😉 Einfach erklärt: Es ist eine ungekochte pastöse Sauce, also etwa sämig breiig. Das klingt jetzt irgendwie ein bisschen merkwürdig – ich gebe es zu. Aber so in etwa ist nun halt mal die Beschaffenheit.

Lange Zeit wusste ich gar nicht, dass es so etwas wie Pesto gibt. Das erste Mal hatte ich es bei einer Freundin gegessen. Damals gab es Pesto zu Spaghetti. Ich war so begeistert, dass ich mir gleich das Rezept mitgenommen hatte. Und natürlich hatte ich es dann zuhause gleich ausprobiert. Mein Mann fand es auch toll. Seitdem habe ich schon einige Sorten ausprobiert.

Du siehst also, du kannst dir dein Pesto nach deinem eigenen Gusto zusammenstellen. Aber natürlich gibt es auch welches zu kaufen. Obwohl ich ganz ehrlich gestehen muss, dass ich es lieber selbstmache. Dann weiß ich wenigstens, was drin ist.

Übrigens ist das Bekannteste Pesto das Pesto alla Genovese. Was das genau ist, erkläre ich dir gleich.

Aus was wird Pesto gemacht?

Die Grundzutaten sind eigentlich immer gleich: Parmesan, verschiedene Kräuter und Nüsse oder Kerne. Und natürlich brauchst du Öl dazu. Du kannst es ähnlich wie Marmelade in Gläser füllen und dort für etwa zwei bis drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Pesto alla Genovese

Wie oben bereits erwähnt, ist wohl das Bekannteste das Pesto alla Genovese. Es wird nach einem traditionellen Grundrezept hergestellt.

Zutaten für Pesto

Zutaten

  • 100g Parmesan oder Pecorino, am Stück
  • 50g Pinienkerne
  • 150g Basilikum, frisch
  • 3 Knoblauchzehen
  • etwa 100ml Olivenöl, nativ, kaltgepresst; alternativ Rapsöl oder Walnussöl

Zubereitung

Pinienkerne trocken in einer Pfanne rösten (also ohne Öl) und abkühlen lassen.

Parmesan reiben oder wie ich im Thermomix zerkleinern. Bitte nie geriebenen Parmesan aus Plastiktüten verwenden. Der Geschmack ist ein ganz anderer.

Danach das Basilikum, den Knoblauch und die abgekühlten Pinienkerne zerkleinern. Auch das mache ich im Thermomix, aber du kannst natürlich auch einen Pürierstab oder sogar einen Mörser benutzen. Feinschmecker schwören, dass beim Mörsern mehr Aromen erhalten werden. Mir persönlich ist das einfach zu viel Aufwand.

Wenn du möchtest, kannst du auch noch etwas Salz dazugeben. Ich lasse es meistens weg. Das ist einfach eine Geschmackssache.

Dann den Parmesan und das Öl dazugeben und zu einer sämigen Masse verrühren. Danach das Ganze in Gläser abfüllen und gut verschließen. Wichtig dabei ist, dass die Masse mit etwas Öl bedeckt ist. Nur so ist das Pesto länger haltbar.

Extra-Tipp: Wenn du Parmesan und Pecorino halb-halb machst, wird dein Pesto cremiger.

Du würdest gerne deine Ernährung umstellen? Du hast jedoch Problembe beim Umsetzen? Dann melde dich doch einfach bei mir. Ich unterstütze dich gerne. Email: info@naturheilpraxis-berft.de. Oder nutze mein kostenfreies 15-minütiges Kennenlerngespräch: Tel. 06374 47 11.

Weitere Abwandlungen

Pesto rosso

Eine bekannte Abwandlung ist das Pesto rosso, manchmal auch Pesto alla Silciliana aufgrund seines Ursprungs genannt.

Zutaten

  • 100g Parmesan oder Pecorino, am Stück
  • 150g Ricotta (Frischkäse aus Schaf- und/oder Kuhmilch)
  • 100g Walnüsse oder Mandeln
  • 50g Pinienkerne
  • 100g getrocknete Tomaten
  • 50g Basilikum, frisch
  • 5 Knoblauchzehen
  • etwa 100ml Olivenöl, nativ, kaltgepresst; alternativ Rapsöl oder Walnussöl

Zubereitung wie Pesto alla Genovese.

Extra-Tipp: Wenn du eingelegte getrocknete Tomaten nimmst, dann verwende auch dieses Öl für das Pesto. Das gibt noch zusätzlich einen besonderen Geschmack. Wenn es nicht ausreichend ist, fülle den Rest mit deinem eigenen Öl auf.

Pesto mit getrockneten Tomaten
Pesto mit getrockneten Tomaten

Pesto alla Calabrese

Dann gibt es noch das Pesto alla Calabrese. Es hat seinen Ursprung in Calabrien, was du wahrscheinlich schon unschwer am Namen erkannt hast. Dieses Rezept erhält seinen besonderen Geschmack durch die Zugabe von roter Paprika und Chili. Und wird dadurch natürlich auch etwas schärfer.

Zutaten

  • 100g Parmesan oder Pecorino, am Stück
  • 50g Ricotta
  • 50g Basilikum oder Thymian, frisch
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprika
  • frische oder getrocknete rote Chilischoten, Menge nach Geschmack
  • Gemahlener Pfeffer, evtl. Salz
  • (1 Limette)
  • etwa 100ml Olivenöl, nativ, kaltgepresst; alternativ Rapsöl oder Walnussöl

Zubereitung wie Pesto alla Genovese. Rote Paprika und Chilischoten vorm Pürieren etwas kleinschneiden.

Wenn du möchtest, kannst du das Ganze noch mit dem Saft einer Limette abschmecken.

Grundsätzliche Abwandlungen

Im Prinzip kannst du dein Pesto variieren wie du möchtest und deiner Fantasie freien Lauf lassen. Als Kräuter kannst du auch gerne Bärlauch oder Rucola verwenden. Oder du kannst die Pinienkerne beispielsweise durch Walnüsse, Mandeln oder Pistazien ersetzen. Probiere es einfach aus und teste, was dir am besten schmeckt.

Wozu wird es verwendet?

In der italienischen Küche mit Pesto meist in Verbindung mit Pasta gereicht. Auch zu Gnocci (aus Kartoffeln) passt es sehr gut.

In der Herkunftsregion, also Ligurien, werden zum Pesto meist die Nudelsorten Trofie und Trenette gereicht.

Trofie sind gedrehte Nudeln aus Hartweizengries und Wasser mit spitz zulaufenden Enden.  Trenette wird oft auch als die Zwillingsschwester der Linguine bezeichnet. Sie sind vierkantige, flache Bachnudeln. Sie werden ebenfalls aus Hartweizengries hergestellt.

Ich selbst esse vielleicht alle ein bis zwei Monate mal Pasta. Denn diese passt leider nicht zur ketogenen Ernährung. Aber dafür gibt es ja die Cheat-Days und dann gönne ich mir so etwas auch mal.

Ich verwende Pesto sehr gerne zu Fleisch und Gemüse. Das ist dann quasi noch das i-Tüpfelchen obendrauf. Momentan grillen wir sehr viel draußen und da passt ein Pesto immer sehr gut dazu.

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Ich würde mich sehr freuen, wenn dir dieser Artikel und die Rezepte gefallen haben und du mir einen Kommentar hinterlässt.

Liebe Grüsse, Silvia

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Bildnachweis:

  • Titelbild: Deposithphotos, Subbotina, ID 29984957
  • Zutaten für Pesto: Depositphotos, sonyakamoz, ID 103531474
  • Pesto mit getrockneten Tomaten: Depositphotos, HandmadePicture, ID 71527161

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